Vom Wollen zum Machen: Arbeit wird zum Place to Be!

Wohlfühlen am Arbeitsplatz, Modernes Arbeitsplatzdesign,

Autoren: Sandra Stüve, Michael Stüve

Homeoffice, Workation, maximale Arbeitszeitflexibilität – unnötiger New Work Hype oder die Zukunft der Arbeit in Kundendialog und Vertrieb? Ein Viertel der Unternehmen hat sich auf den Weg gemacht, Arbeit anders zu gestalten. Ein weiteres Viertel steht gerade an der Schwelle, vom Wollen zum Machen zu kommen. Was bringen die neuen Arbeitsformen wirklich – für den Menschen und für das Unternehmen? Hier gibt es Antworten.

Arbeit ändert sich. Das ist klar. Aber es gibt dazu mindestens drei Realitäten: Viele Stu-dien, die New-Work-Bubbles bei XING und LinkedIn und die echte Wirklichkeit in den Unter-nehmen landauf landab. In der Beratungspraxis zeigt sich jeden Tag, dass New Work, dass neues, anderes Arbeiten ein großes und wichtiges Thema für Unternehmen ist. Aber es fällt ihnen schwer, klar zu definieren, was das denn ganz konkret heißt. Dabei ist die Zeit für die Umsetzung längst angebrochen.

Die Berater und Planer von HCD haben im Frühjahr speziell nach der Umsetzung von New Work bei dialogstarken Unternehmenseinheiten geforscht. Herausgekommen ist eine Stu-die unter dem Titel Think Next Work. Und einige durchaus spannende Ergebnisse: Ein Vier-tel der befragten Unternehmen ist so mutig, sich auf New Work einzulassen. Diese Unter-nehmen geben ihren Mitarbeitenden neue Rahmenbedingungen, geben Verantwortung ab und gewähren Freiheit. Das ist das erste Ergebnis.

Und dieses Ergebnis ist durchaus erfreulich: Es tut sich was gerade auch in den Unterneh-mensbereichen, in denen es nicht nur um konzentriertes Bearbeiten von Daten oder Unter-lagen geht, sondern wo Kommunikation mit Kunden, Bewerbern, Lieferanten etc. im Vor-dergrund steht. Corona war ein Beschleuniger dieses Trends, hat Augen geöffnet und viele Fragen aufgeworfen. Nun arbeiten die Unternehmen an den Antworten, die die Zeichen der Zeit schon erkannt haben.

Es ist beeindruckend auffällig, dass dieses Viertel der Unternehmen in vielen Punkten der Forschungsarbeit ähnlich antwortet. Diese Unternehmen regulieren das Verhältnis von Office und Remote-Arbeit weniger. Diese Unternehmen verändern ihre Arbeitswelt, schaf-fen dritte Arbeitsorte ob in der Workation, dem erwähnten Co-Working oder dem wohnort-nahen Satellitenbüro, das HCD “Hood“ nennt.
Wohlfühlen am Arbeitsplatz, Modernes Arbeitsplatzdesign,

Einigkeit herrscht bei den Befragten der Studie auch, dass New Work ein anderes Mindset benötigt. New Work braucht ein New Mindset: 91,3 Prozent der Befragten wissen das. Im-merhin 65,2 Prozent arbeiten aktiv daran – Freiheit bei der Selbstorganisation, Qualitäts-bewusstsein und Motivation sowie Teamspirit sind dafür entscheidende Hebel. Diese zwei Drittel wissen auch, welche Rolle Arbeitsort und Arbeitswelt für diese Veränderung spielen. Innenarchitektur ist ein Schlüssel zur Zukunft der Arbeit: Sie dient der Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen. Das bedeutet auch, dass es mehr Kommunikation und Austausch in den Teams braucht. Natürlich auf neuen, dafür geplanten und gestalteten Flächen in den Unternehmen.

Ein Viertel der untersuchten Unternehmen hat den Pfad also schon eingeschlagen. Sie ha-ben den Übergang vom Wollen zum Machen schon geschafft. Weitere 40 Prozent sind ge-rade genau an dieser Schwelle, ihre eigene Zukunft aktiv anzupacken, Prozesse auf den Kopf zu stellen, Mitarbeitende in den Mittelpunkt zu stellen, und Arbeit und Arbeitswelt ganzheitlich anzupacken – viele davon mit Unterstützung durch HCD.

Machen ist wie Wollen – nur krasser.

Im Kern geht es jetzt um ganz praktische Antworten: Was wird konkret gemacht? Was funktioniert? Was wird von Mitarbeitenden angenommen und genutzt? Und welche Auswir-kungen haben diese Veränderungen auf Teamgeist oder Mindset und natürlich auf die klassischen Kennzahlen wie die Produktivität?

Stattdessen wird häufig gefragt: Wie bekommen wir die Mitarbeitenden wieder zurück ins Büro? Mehr Team und mehr Miteinander sind hier der Ausgangspunkt. Aber diese Frage ist falsch gestellt. Sie muss richtig lauten: Was benötigen die Mitarbeitenden, um ihren Job bestmöglich zu machen. Und das gleichgültig, wo sie arbeiten und wann sie arbeiten. Un-ternehmen brauchen ein klares Zielbild, wie die Arbeit in der Zukunft aussehen soll. Sprich: Wer sich jetzt ein Kanban-Board ins Büro hängt, ist noch nicht agil. Und das Angebot von Workation allein macht noch kein New Work.

Es sind nämlich immer drei Bereiche, die man zusammen betrachten und verändern muss: Management und Führung, die Arbeitsorganisation mit ihren Prozessen und – in ihrer zum Standard gewordenen Hybridität – als drittes vernetzte Arbeitsorte. Dazu gehört auch, die rechtlichen Voraussetzungen im Blick zu behalten. Im dritten Punkt geht es dann sehr konkret um die Gestaltung dieser Arbeitsorte in Zentrale, Satellitenbüros und Homeoffice, es geht um Raum und IT in einzigartigen Arbeitswelten. Und nach den Jahren der Orientie-rung ist jetzt die Zeit angebrochen, die neue Wirklichkeit Stein auf Stein umzusetzen. So werden Arbeitsorte zum „Place to be“.

Diesen Weg gehen Führungskräfte und Mitarbeitende – im Idealfall begleitet von einem Team von Experten – gemeinsam. Und dieser Weg beginnt mit der Entscheidung, wo man hin will. Nicht jedes Unternehmen hat denselben Startpunkt. Nicht alle Unternehmen das-selbe Ziel. Und natürlich herrscht auch nicht in allen Unternehmen derselbe Veränderungs-druck, weil sie keine neuen Mitarbeitenden finden oder Fluktuation und Krankenstand un-gewöhnlich hoch sind. Klar ist aber: Wer in den nächsten Jahren erfolgreich Mitarbeitende gewinnen und binden will, der kommt an einer Veränderung von Arbeit und Arbeitswelt gar nicht vorbei. Erst recht nicht, weil eine große Zahl Unternehmen diesen neuen Weg bereits eingeschlagen hat. Jetzt ist die Zeit für Veränderung. Jetzt ist die Zeit für Macher. 

Die Studie gibt es kostenfrei zum Download unter:
https://www.hcd-gmbh.de/planbar
 

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